Google Pagerank Update 2009: Niemanden interesiert es
Das waren noch Zeiten: Google führte Pagerank-Updates durch und fast der gesamten Online-Welt stockte der Atem. Da wurde dann spekuliert, wieso eine Seite einen höheren Pagerank bekommen hat und eine andere gefallen ist. Sogar Wettbewerbe darum gab es. Seit einiger Zeit ist es mit dieser Begeisterung vorbei. Der Pagerank von Google hat kaum noch eine Bedeutung. Er spielt weder für die Wichigkeit einer Seite eine Rolle, noch sagt er etwas über die Besucherscherstärke oder Qualität einer Homepage etwas aus. Viele Browser zeigen den Pagerank von Google auch nicht mehr an. Seiteninhaber haben inzwischen massenweise diese Balken verbannt.
Dieser Bedeutungsverlust des Pagerank hat Gründe. So wurde zum einen kritisiert, dass er nicht “gerecht” sei, da nicht nachvollziehbar war, wieso bestimmte Seiten aufgewertet wurden, andere hingegen verloren. Zudem wurde unterstellt, dass Seiten auf denen Werbung über Konkurrenten von Google gebucht waren, bei Updates negativ bewertet wurden. Google betreibt nämlich nicht nur eine Suchmaschine, sondern ist der größte Online-Vermarkter für Werbung.
Ein dritter wesentlicher Grund für den Bedeutungsverlust des Pagerank von Google ist mit den Versuchen von SEOs begründet, diesen duch Optimierungen zu beeinflussen. Dadurch ist der Pagerank in einen Wiederspruch von Transparenz (also Nachvollziehbarkeit) und Intransparenz (Nicht-Beeinflussbarkeit) geraten, der nicht aufgelöst werden kann. Somit ist eine Abschaffung des Pagerank eine logische Folge.
Ein weiterer Grund weswegen der Pagerank an Bedeutung verliert, ist das social-web. Hier entsteht nicht nur eine gewaltige Datenmenge an persönlichen Empfehlungen. Sie werden zunehmend seitenunabhängig. Programme wie TweetDeck interessieren sich z.B. gar nicht für einen Pagerank. Man kann sogar die Datenbanken von Twitter und Facebook nutzen, ohne diese Seiten überhaupt zu besuchen.
Ebenso haben sich RSS-Reader zu Programmen des browserunabhängigen Surfens und Lesens entwickelt. Beides - persönliche Empfehlungen über das social-web und Stammleserschaft von RSS-Feeds - stärken einen Trend der Seitenunabhängigkeit. Zugleich werden Suchmaschinen in ihrer Bedeutung geschwächt. Vor diesem Hintergrund sind auch die Bestrebungen von Google zu sehen, Daten aus dem social-web stärker nutzen zu wollen.
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